Die Alte Kirche – an der B70 gelegen – stammt aus der Zeit um 1290.
Damals siedelten Menschen auf dem Veenhuser Sandrücken, bauten die Kirche, legten um sie herum den Friedhof an und erbauten die ersten Häuser.
Um 1540 wurde aus der katholischen Kirche eine reformierte. Die Änderungen waren deutlich sichtbar: Durch die Betonung des zweiten Gebots („Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen“) wurden Kreuze und Bilder entfernt. Auch der Altar, im eigentlichen Sinne ein „Opfertisch“, musste weichen, denn das alle Menschen versöhnende Opfer geschah am Kreuz von Golgatha. So findet sich in reformierten Kirchen stattdessen ein Abendmahlstisch, auf dem eine aufgeschlagene Bibel liegt.
Im Jahre 1641 wurde der Bildschnitzer Tönnies Mahler beauftragt, eine Kanzel zu erstellen, die nach Motiven aus der Großarchitektur (Torbögen) entstand und noch heute das Bild der Alten Kirche entscheidend prägt.
Aus dem Jahr 1802 stammt die Orgel. Da der Kirchraum sehr beengt war, erstellte man eine Empore im Ostchor. Dort errichtete der Esener Johann Gottfried Rohlfs die heutige Orgel.
Ende des 19. Jahrhunderts war die Gemeinde derart gewachsen, dass es an Raum mangelte. Deshalb wurde im Westbereich eine zweite Empore eingebaut.
Der Glockenturm wurde 1869 der Kirche vorgesetzt. Der Vorgänger des jetzigen Glockenturms stand frei ca. 10 Meter nordwestlich des heutigen Kircheneingangs.
Die Kirchengemeinde wuchs weiter. Die östlich der Gemeinde gelegenen Moore wurden urbar gemacht und besiedelt. Für die neuen Siedler war der Weg zur Kirche beschwerlich – es gab keine Straßen, sondern nur durch Regen aufgeweichte Pfade und Wege. Als im Gebiet der Veenhuser Kolonie eine Schule erbaut wurde, beschloss man, in diesem Gebäude regelmäßig Gottesdienste zu feiern.

Erst 1971 wurde der Gedanke in die Tat umgesetzt, ein eigenes Gemeindezentrum in der Veenhuser Kolonie zu schaffen.
Der Grundstein zur Friedenskirche wurde gelegt.
Schon 1981 reichten die Räume nicht mehr aus, ein Anbau erfolgte.
1986 konnte dann der Glockenturm in Gebrauch genommen werden, der die bisherige Hilfskonstruktion aus einem Stahlgittermast der Elektrizitätswerke ablöste.
Die einschneidendsten Baumaßnahmen erfolgten 1997.
Mit großer gemeinschaftlicher Anstrengung und erheblicher ehrenamtlicher Beteiligung wurde die Friedenskirche umgebaut und erweitert.
